Als ich Anfang 20 war,lernte ich im Urlaub eine junge Kanadierin kennen, die mir zum ersten Mal von Vision Boards erzählte. Ich fand die Idee sofort großartig, und zwar alles daran. Dieses kreative Arbeiten, Bilder sammeln, Träume sichtbar machen, das hat mich total angesprochen.
Wieder zu Hause habe ich direkt mein erstes Vision Board gestaltet. Ich saß stundenlang da, schnitt Bilder aus Magazinen aus, arrangierte alles sorgfältig und klebte es auf ein großes Plakat. Es fühlte sich nach einem richtig schönen, kreativen Nachmittag an, und so machte ich es jahrelang weiter, meistens zum Beginn eines neuen Jahres.
Ein paar kleine Träume haben sich tatsächlich erfüllt. Und trotzdem habe ich irgendwann gemerkt: Das Vision Board an der Wand geriet mit der Zeit immer mehr in den Hintergrund. Die Bilder waren schön, keine Frage, aber sie fühlten sich für mich zunehmend an wie eine Wunschliste für ein perfekteres Leben, das ich „erreichen“ sollte.
Und genau dieses Gefühl mochte ich nicht.
Mein erstes Vision Book
Also begann ich, nach einem anderen Weg zu suchen. Am Vision Board gefiel mir zwar die Tatsache, dass ich damit meine Wünsche und Sehnsüchte auf eine kreative Art sichtbar machen konnte, allerdings störte es mich, dass ich diese für den Rest des Jahres nur noch anschauen konnte. Ich wollte etwas haben, dass mich in meinem Alltag begleitet, etwas mit dem ich das ganze Jahr über arbeiten kann.
Irgendwann kam mir ein ganz einfacher Gedanke: Warum klebe ich all das eigentlich auf große Plakate? Warum nicht in ein kleines Notizbuch, das ich immer wieder in die Hand nehmen kann?
Also habe ich es ausprobiert. Ich habe mir ein schönes Notizbuch gekauft, ein paar Bilder ausgeschnitten und einfach angefangen. Und plötzlich hat sich etwas verändert.
Zum ersten Mal seit langem habe ich mir nicht mehr die Frage gestellt, was ich erreichen möchte, sondern:
Wie will ich mich eigentlich fühlen?
Diese Frage hat alles verändert, denn das Vision Book ist für mich nicht einfach nur ein Ort für hübsche Bilder. Nein, dieses Buch ist mittlerweile das wichtigste Buch in meinem Bücherregal, denn ich arbeite das ganze Jahr über damit. Manchmal tue ich dies ganz bewusst, manchmal nur für ein paar Minuten zwischendurch.
Mein Vision Book verbindet mich immer wieder mit meinen Herzensgefühlen. Das sind die Gefühle, die mir wirklich wichtig sind, und dich ich in meinem Leben viel öfter spüren möchte. Aus diesen Gefühlen entstehen dann ganz von selbst meine Herzenswünsche, d.h ganz konkrete Dinge, Erlebnisse, Ziele, die ich in mein Leben einladen möchte.
Wenn ich heute durch meine alten Vision Books blättere, staune ich manchmal selbst. Da waren Seiten über eine Reise nach Schottland, lange bevor ich als Outlander-Fan wirklich dort stand, an den Drehorten, die mich so berührt haben. Da waren Gefühle von Freiheit und prickelnder Lebendigkeit, und plötzlich stand ich innerhalb von drei Jahren auf neun Coldplay-Konzerten und habe gemerkt, wie sehr mir genau das meine Seele auftankt. Da war der Wunsch, meinen Kindern den Ort zu zeigen, an dem ich mich verliebt und Jahre später heimlich geheiratet habe, und irgendwann sind wir gemeinsam durch New York gelaufen. Da war der Traum vom Schreiben, der mich schon als Kind begleitet hat, heute sind daraus viele Bücher geworden. Und da war immer wieder dieses Bild vom Leben am Wasser. Heute lebe ich am See.
Bei all diesen Dingen gab es keinen Plan, sondern nur eine große Sehnsucht. Und genau darin liegt für mich der Kern von allem.
Der Punkt, an dem alles zusammenkommt
Klarheit darüber zu haben, wonach wir uns wirklich sehnen, ist so viel wertvoller als jeder perfekte Plan, denn an diesem Punkt kommt alles zusammen: Gefühl, Wunsch, Richtung. Und genau dann beginnt sich etwas zu bewegen, ganz leise, aber dennoch deutlich spürbar.
Mit meinem Vision Book zu arbeiten, ist wie ein Fokustraining für mein Gehirn, denn es hilft mir mich neu auszurichten. Auf meine Herzensgefühle, auf das, was mir wirklich wichtig ist, auf das, wovon ich noch viel mehr in mein Leben ziehen möchte. Und genau daraus entstehen Dinge, die oft größer und schöner sind, als ich sie mir vorher ausmalen konnte.
Weil diese Art zu arbeiten mein Leben so bereichert hat, habe ich den Vision Book Workshop entwickelt, um diese wunderbare Art sein Leben zu gestalten mit anderen zu teilen.
In weniger als 60 Minuten zeige ich dir, wie du dein eigenes Vision Book erstellst und wie du damit im Alltag arbeitest, damit sich auch dein Leben Schritt für Schritt erfüllter anfühlen darf.
Vielleicht ist genau jetzt ein guter Moment, kurz innezuhalten und dich zu fragen:
Wie soll sich mein nächstes Jahr eigentlich anfühlen?
Was vermisse ich gerade ein bisschen?
Und wovon hätte ich gern wieder mehr in meinem Leben?
Alles Weitere darf sich daraus ergeben.
Und wenn du magst, würde ich mich freuen, dich mit meinem Vision Book Workshop ein Stück auf deinem Weg zu begleiten.
Von Herzen alles Liebe,
Birgit 💛








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